IV. Die Namen der Höfe (The names of the farms)


erstellt: 02.04.1999,  geänder: 06.04.1999, E-mail Bernd Blömer, Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Dank an Jürgen Drees für die Hilfe bei der Abschrift (Thanks to Jürgen Drees for help making this copy) 

Dank an Fred Rump für die Hilfe bei der Übersetzung (Thanks to Fred Rump for help with the translation)

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Wie schon angedeutet ist, sind die Namen der Höfe erst im Laufe der Jahrhunderte aufgekommen. Als Gattungsnamen findet man in lateinischen Urkunden curia, curtis und villa für größere Höfe, mansus und domus für einen gewöhnlichen Hof, casa oder caseta für einen Kotten. Die Sitte, die Stelle nach dem Hause zu benennen, beweist, das der Acker ursprünglich noch wenig Wert hatte, die Wohnung mehr galt. In niederdeutschen Urkunden nannte man den Hof wohl Wehre, weil Haus, Hof und Grund mit einem Walle umgeben war, und da der Bauer an seinem Hof und Grund und Boden wie angewurzelt war und sein Besitztum nicht verkaufen konnte, so hieß er Wehrfester, werevester, glebae adscriptus, der auf seiner Wehr fest war. Eine andere Benennung der Bauernstellen war Erve, Erbe, weil die Stellen in der Familie vom Vater auf den Sohn forterbten. Diese Benennung erhielt sich am längsten und war so allgemein in Gebrauch, daß die Größe und Berechtigung der Stellen in der Mark nach derselben zu gehelen, halben u. s. w. Erben bestimmt und benannt wurden. Für den Besitzer des Erbes kam erst in verhältnismäßig später Zeit die von Münster nach dem Niederstift verpflanzte Benennung "Zeller" auf. Dieses Wort ist abzuleiten von dem niederdeutschen telen, das im urspr. Sinne durch Bewirtschaftung hervorbringen bedeutet. So finden wir in niederdeutschen Urkunden die Bezeichnung: Johann und syn wyf, de dat erve telet und bowet. Teler, woraus das Hochdeutsche Zeller entstanden ist, ist somit derjenige, der das Geschlecht fortpflanzt, in weiterem Sinne derjenige, der den Hof bewirtschaftet. Im Diepholzschen und Osnabrückschen kennt man diese Bezeichnung nicht; in letzterem Gebiete hat man den Namen Kolon, in ersterem den Namen Meier.

Die Eigennamen der Höfe (u. proporia) sind nicht so alt, als man wohl früher angenommen hat. Wenn Namen jetziger Höfe in mittelalterlichen Urkunden sich finden, so sind diese nicht Hofnamen, sondern Ortsnamen, Bezeichnungen des Bezirks, in dem der Hof lag, und dessen Namen er später angenommen hat, so die Hofnamen Rüschendorf, Middendorf, Nordlohne, Kalvelage, Zerhusen, Espelage, Nietfeld. Einige Hofnamen haben sich in der Form, wie sie jetzt vorhanden sind, erst in den letzten Jahrhunderten festgesetzt. Es sei hier nur hingewiesen auf den Namen Römann, 1545 Regemann, 1593 Rüggemann, 1618 Rugmann, 1663 Reumann. Aus den mittelalterlichen Kadernap wurde Karrap, jetzt Krapp; aus Akouwe=Eckhof ist Aka geworden. Manche haben im Laufe der Zeit solche Wandlungen durchgemacht, daß sich ihre urspr. Bedeutung mit Sicherheit nicht mehr feststellen läßt. Das meiste Interesse erregen in geschichtlicher Beziehung diejenigen Namen, welche der Örtlichkeit entlehnt sind und uns noch ein Bild von der früheren Beschaffenheit unserer Heimat geben, sowie von der Art und Weise, in welcher unsere Vorfahren nach ihrer Ansiedelung an Sümpfen und Flüssen und in Wäldern den Boden allmählich für die Kultur gewonnen habe. Viele Namen deuten auf Wald hin, wie Wahlde, Kokenwahlde, Höltermann, Holthaus, Buschmann, Büschelmann, Büscherhoff, Rüdebusch, Braegelmann (Braegel = ein von Sumpf umgebenes Gehölz), Hardinghaus (Hard = eine bewaldete Anhöhe), Strunk, Struckhoff (Strunk = Gesträuch), Stuke, Stukenborg (Stuke = Wurzelend des abgehauenen Holzes), Stüve, Stüvemühle (Stühe = aus abgehauenem Holze wieder ausgelaufenes Gestrüpp); in einigen Namen ist auch die Holzgattung angegeben, wie Bokern (Bokhorna), Bockhorst, Bökmann von Buche, Aschern (Aschehorn) von asc = Esche, ferner Barkhoff, Dannemann, Ellerbrock, Hülsmann (von Hülse = Stechpalme), Pöppelmann, Bramlage (Brahm = Ginster), Wichelmann und Wilgen (Wilge = Weidenbaum). Wald zeigen auch die vielen mit Horst zusammengesetzten Namen an. Horst ist "eine von Morast umgebene erhöhte Stelle, gewöhnlich dünn mit Holz besetzt." Auffallend zahlreich finden sich Hofnamen mit Horst in der Gemeinde Dinklage wie Bornhorst, Bockhorst, Seelhorst, Kohorst, Rakhorst, Burhorst, Hörstmann. Auf quelligen niedrigen Boden deuten Verbindungen mit Born hin wie Bornhorn, Burnhagen (Bornhagen), Bornhorst; auf Ansiedelungen an stehenden Wassern und Sümpfen Ollendiek, Diekmann, vom Diek, Dieker Diekhaus, Pohlmann, Püttmann, Kuhlmann, Kühling, Tangemann, Ihorst; auf Ansiedelungen an fließendem Wasser Aumann, Harpenau (Harpenahe), Beckmann Bexadde, Hödebeck, Angelbeck, Fortmann, (Furt = Durchfahrt durch das Wasser), Witteriede, Exeriede (Riede = Bach), Rönnebeck (Rönne = Rinne). Einige Namen sind entlehnt von den in sumpfigem Boden wachsenden Pflanzen, wie Pungenhorst, Rethmann (Reet = Schilfgras), Rüschendorf (Rüsche = Binse), Seggewisch, Sextro (Seggestroh) von Segge = Schilfgras. Auf Ansiedelungen am Moor zeigen Namen wie Moormann, Beimoor, Vormoor, Uptmoor, Dusse (Dusse = weißes, leichtes Moor); auf Ansiedelungen auf Heidegrund Heidmann, Hedemann, Heidlage, Auf der Heide. Einer späteren Zeit, wo die Kultur schon weiter vorgeschritten war, gehören Verbindungen mit Kamp, Esch, Wörde und Feld an, wie Honkamp, Hanenkamp, Holzenkamp, Haskamp, Escherhaus, Eschhoffmann, Linesch, Wördemann (Wörmann), Feldmann, Feldhaus. Viele dieser von Örtlichkeiten entlehnten Namen waren mannigfachen Veränderungen unterworfen, bis sie sich zu der jetzigen Form entwickelten. So war Rethmann im 16. Jahrhundert tor Rede, Hedemann tor Heide, Buschmann tom Busch, Diekmann tom Diek. Bei einigen Namen hat sich das to erhalten, so in Torbeck. In Brägel haben alle drei Höfe noch den Namen to Braegel bezw. zum Braegel.

In verhältnismäßig wenigen Namen sind Tiernamen enthalten, wie Hinxlage, Pagenstert (Page = Pferd), Kohorst, Kohake, Calvelage, Schweinefuß, Gosekuhle, Barhorst, Kreienborg, Rackhorst. Viele Höfe verdanken ihren Namen einer besonders charakteristischen Lage in der Bauerschaft oder nach der Himmelsgegend. Zur ersteren Art gehören Namen wie Heckmann, Hakmann, Stegemann, Brüggemann, Kreutzmann, Kamphake, Rolf by der Hake, Middendorf, Middelbeck, Middelkamp, Averbeck, Landwehr, Wehrmann, Averdam, Dammann, Röthepohl, Vogelpohl, Bergmann, Högemann, Knapke, Timphus, Timpermann, Endemann, Aka (=Eckhof), Brinkhoff, Brinkmann, Brinkhoffmann, Binkhünefeld, Wehebrink (Brink = Rand), Ording, Ortmann, Auf dem Orde (Ort = Winkel, Ecke), Hellmann, Hillmann, Hellbusch (helle = abschüssige niedrige Fläche), Auf der Kuhlen Kuhlmann, Beim Steine, Steinemann, Sundermann (ein von den übrigen abgesonderter Hof). Nach der Himmelsgegend benannte Hofnamen sind Austing (Osting), Ostmann, Osterhoff, Ostendorf, Osterhus, Nordmann, Nordhaus, Nording, Zerhusen (Süderhausen), Suing, Suding, Surmann, Süttmann, Sierhaus, Südkamp, Westerhoff, Westermann, Westerkamp, Wenstrup. Einigen Höfen gab eine mit ihnen verbundene besondere Eigenschaft den Namen, so der Name Meyer mit den zahlreichen Verbindungen, wie Obermeyer, Mählmeyer, Strothmeyer, Westermeyer, Hülsemeyer, Wesselmeyer, Langemeyer, Berndmeyer, Borchertmeyer, Abelmeyer, Bröringmeyer, Küstermeyer, ferner Schulte, Bowing (Bote), These (Tegethusen = Zehnthof), Holtvogt, Vogt, Frye, Frilling (Freibankgut). Den Namen Witte, Schwarte (Schwerter), Grote, Kleene, Lange, Kruse, Rasche, Grimme, Griese, Plump, Scheele, Rohde, Grabber, Ruwe, Schöne, Gier, Grave, Budde, Speckbuk liegt eine persönliche Eigentümlichkeit eines Wehrfesters (körperliche Eigenschaften, Tugenden und Fehler) zugrunde. Anfangs stand vor diesen Namen der plattdeutsche Artikel "de", wie de Schwarte, de Grote, der mit der Zeit weggefallen ist.

Viele Benennungen sind offenbar durch ganz zufällige Begebenheiten, die wir nicht mehr kennen, veranlaßt worden; so die Namen Sommer, Cardinal (Carnal), König, Herzog, Mönnich, Rabe, Voß, Freese, Wiener, Gudenkauf, Pepersack, Pundsack, Klövekorn, Vogelsang, Wittrock, Klefuß, Schild. Gottbehöde in Bergfeine heißt 1440 Hermann dat dy god behode. - Handwerk und Gewerbe haben dann auch einer Anzahl von Höfen den Namen gegeben. Solche Namen sind Hölscher (Holzschuher), Schmedes, Schomaker, Bödeker (Küfer), Schroeder, Schroer (Schneider), Scheper, Seeger, Becker, Decker, Strohschnieder, Meßmaker, Krebsfänger, Steinhauer, Baumann, Brauer, Kräger, Koch, Kramer, Koopmann, Weber, Müller, Mühlmann, Muhle, Möhlenhoff. - Die meisten Hofnamen sind aus Vornamen eines früheren Wehrfesters hervorgegangen; oft liegt eine Koseform zu grunde. So entstanden aus Albertus Albers, Alberding (Olberding), aus Bernhard Bene, Benning, Benedde, Benke, Berding, Behrens, Brand; aus Nicolaus Klaus und Klausing, aus Matthias Thies, Thees und Thesing; aus Burchard Busse, Büssing, Bösken; aus Andreas Drees; aus Ludwig (Lüdeke) Lüken, Lücking und Lückmann; aus Gottfried (Gödeke) Götke, Götting, Göcking (Gäcking); aus Diedrich Dierkes, Dierken, Dierking, Deters, Deterding, Deiters, Drühe, Drüding, Tiedke, Tieke, Tidemann (Themann), Thye; aus Ludger Luhr, Luermann, Luers; aus Reinhard Reiners, Reinke und Reinerding; aus Bartholomaeus Barthel, Thole, Thöle, Thölking; aus Tobias Thobe, Tebbe, Tebbert, Tepe, Teping, Tapke, Tabe und Taubke; aus Hermann Herms und Harms; aus Heinrich Hinners und Henke; aus Meinhard Meinerding und Menke; aus Gerhard Gers, Gerke, Gerdes; aus Rudolf Rolfs, Rohling (Rolfing); aus Suitbert Schwietering und Sieverding; aus Casper Jaspers, aus Jodocus Jost; aus Vincentius Zensen; aus Bruno Bruns, Brüning, Brämswick (Brunswik); aus Hubertus Hubbermann, Hoppe; aus Johann Johanning, Joans, Jansen; aus Werner Warns, Wernke, Warnke, Warnking; aus Christian Kersting; aus Simon Siemer; aus Everhard Evers; aus Georg Jürgens; aus Eleutherius Ellert, Eilers; aus Wilhelm Wilms Wilke, Wilking; aus Helmerich (Wilhelm Heinrich ) Helmes; aus Liborius Lübbe, Lübbing, Lübbers, Lübke; aus Friedrich Frerking; aus Alexander Sander, Sandermann; aus Heribert Harbers, Herbers, Herberding; aus Lorenz Renze; aus Lambert Lammers, Lammerding, Lampe, Lamping; aus Rembert Remmers; aus Cosmas Kossen und Kossing; aus Robert Robke aus Anna Annen; aus Arnold Arens, Arnke; aus Otto Otten; aus Conrad Cordes, Coors; aus Garlich Garling; aus Wessel Wessels, Wesseling; aus Alarich Ahlers, Ahlerding, aus Anton Tönjes; aus Christine Stiene; aus Jacob Jacobs; aus Abel Abeling; aus Peter Peters, Petermann; aus Daniel Neelke usw.

Früher war es Sitte, daß ein auf eine Stelle heiratender Mann den Namen der Stelle annahm. Dadurch haben alte Hofnamen Jahrhunderte hindurch sich erhalten. In neuerer Zeit ist das anders geworden, indem der aufheiratende Mann in der Regel seinen Namen beibehält. Der Geschichtsfreund muß das bedauern. Viele alte Hofnamen und damit ein gutes Stück Geschichte gehen mit der Zeit verloren. Deshalb ist es jetzt schon manchmal schwer, die Identität von Höfen mit Sicherheit festzustellen.

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English

As already indicated, it was only in the century that naming the farms was done. As generic names one finds in latin documents: curia, curtis and villa for larger farms, mansus and domus for a normal farm, casa or caseta for a humble cottage. The practice to name the place after the house is proof that the field was not worth much, the dwelling counted for more. In Lower German documents, the farm was called Wehre (entrenchment), because house, farm and field was enclosed by an embankment (Wehr). Since the farmer was kind off rooted to his farm and ground and earth and he could not sell his property, the one of his Wehr (entrenchment) was secure. So his name was Wehrfester, werevester, glebae adscriptus, the one that was "fest" (anchored) to his Wehr. Other titles for farms were Erve, Erbe (heir) because the places were inherited by the son in the family from the father. These names were preserved the longest and were usually used in such a way that the size and title of the place in the "Mark" (common land) after the same "gehelen"(whole), halbe (half) etc. heir was determined and named. For the owner of the inheritance, the name "Zeller" came at a relative late date. The name came from Muenster and was transplanted to the Niederstift. This word comes from the Low German "telen", and in its original sense means to produce, to propagate, and in a wider sense to bring forth thru cultivation. So we find in Low German documents the designation: Johann and syn wyf, de dat erve telet and bowet. Teler, which became Zeller in High German, is with that, someone who cultivates the farm. This term is unknown in Diepholzer and Osnabruecker; in the last area one has the name Kolon and in the first, the name Meier.

The names of the farms are not as old as has been assumed earlier. If names of excisting farms appear in documents form the middle ages, these are not the names of the farms but place names, the name of the district in which the farm was located und whose name it adopted later, e.g. the farm names Rüschendorf, Middendorf, Nordlohne, Kalvelage, Zerhusen, Espelage, Nietfeld. Some farm names have established in the form as they are present today only in the past centuries. Only to mention the name Römann, 1545 Regemann, 1593 Rüggemann, 1618 Rugmann, 1663 Reumann. The middle age name Kedernap turned into Karrap, now Krapp; the name Akouwe=Eckhof ("corner farm") turned into Aka. Some have undergone such transformations in the course of time that their original meaning surely cannot be determined. Most interest those names, which are taken to the location and give us still another picture of the earlier condition of our homeland, excite as well as from the manner in historical relationship, in which our ancestors after their settlement at sumps and rivers and in forests the soil gradually for the culture won. Many names are connected to the forrest (Wald), as Wahlde, Kokenwahlde, Höltermann,Holthaus, Buschmann, Büscherhoff, Rüdebusch (Busch=bush), Braegelmann (Braegel = a forrest surrounding a swamp), Hardinghaus (Hard = a hill with trees), Strunk, Struckhoff (Strunk = bushes), Stuke, Stukenborg (Stuke = root of a fallen wood), Stüve, Stüvenmühle (Stühe = from old wood growing bushes); with some names the wood species are also specified, such as Bokern (Bokhorna), Bockhorst, Bökmann from Beech tree, Aschern (Aschehorn) from asc = ash tree, further more Barkhoff, Dannemann, Ellerbrock, Hülsmann (from Hülse = holly), Pöppelmann, Bramlage (Brahm = broom), Wichelmann and Wilgen (Wilge = Willow tree). Wood also depicts the many names combined with Horst. Horst is "an elevated place surrounded with morass, generally with thin wood growth." Noticeably, we find numerous farm names with Horst in the town of Dinklage, such as Bornhorst, Bockhorst, Seelhorst, Kohorst, Rakhorst, Burhorst, Hörstmann. At low-lying headwaters connections point to Born (spring/well/source), such as Bornhorn, Burnhagen (Bornhagen), Bornhorst; at settlements by standing waters and marshes to Ollendiek, Diekmann, vom Diek, Dieker, Diekhaus, Pohlmann, Püttmann, Kuhlmann, Kühling, Tangemann, Ihorst; at settlements near running waters to Aumann, Harpenau (Harpenahe), Beckmann, Bexadde, Hödebeck, Angelbeck, Fortmann, (Furt = ford. 1. a place where a river or other body of water is shallow enough to be crossed by wading.), Witteriede, Exeriede (Riede = stream), Rönnebeck (Rönne = channel). Some names are borrowed from the plants that grow in marshy grounds, such as Pungenhorst, Rethmann (Reet = reed), Rüschendorf (Rüsche = rush), Seggewisch, Sextro (Seggestroh) from Segge = reed. Settlements on moors show names like Moormann, Beimoor, Vormoor, Uptmoor, Dusse (Dusse = white, light moor); settlements on Heathland (Heideland)  Heidmann, Hedemann, Heidlage, auf der Heide (on the Heath). At a later time, as culture had advanced further, connections are made with Kamp (plot of land), Esch (ash), Wörde (yard or garden land near the house) and Feld (field), such as Honkamp, Hanenkamp, Holzenkamp, Haskamp, Escherhaus, Eschhoffmann, Linesch, Wördemann (Wörmann), Feldmann, Feldhaus. Many of these names borrowed from places were subject to changes until they had developed into their current form. So was Rethmann in the 16th century tor Rede, Hedemann tor Heide, Buschmann tom Busch, Diekmann tor Diek. Some of the names retained the to, such as in Torbeck. In Brägel all three farms still carry the names to Braegel, respectively zum Braegel.

A relatively few names contain the names of animals, such as Hinxlage, Pagestert (Page = horse), Kohorst, Kohake, Calvelage, Schweinefuß, Gosekuhle, Barhorst, Kreienborg, Rackhorst. Many farms owe their names to a particular location in the community or on the compass. Names like Heckmann, Hakmann, Stegemann, Brüggemann, Kreutzmann, Kamphake, Rolf by der Hake, Middendorf, Middelbeck, Middelkamp, Averbeck, Landwehr, Wehrmann, Averdam, Dammann, Röthepohl, Vogelpohl, Bergmann, Högemann, Knapke, Timphus, Timpermann, Endemann, Aka (=Eckhof), Brinkhoff, Brinkmann, Brinkhoffmann, Binkhünefeld, Wehebrink (Brink = brink, border, edge or margin), Ording, Ortmann, Auf dem Orde (Ort = nook, corner), Hellmann, Hillmann, Hellbusch (helle = a steeply sloping low area), Auf der Kuhlen, Kuhlmann, Beim Steine, Steinemann, and Sundermann (a farm that is separated from the others) belong to the first group. Farms named after the points of the compass include Austing (Osting), Ostmann, Osterhoff, Ostendorf, Osterhus, Nordmann, Nordhaus, Nording, Zerhusen (Süderhausen), Suing, Suding, Surmann, Süttmann, Sierhaus, Südkamp, Westerhoff, Westermann, Westerkamp, and Wenstrup. Sometimes a particular unique feature associated with the farm gave the farm its name, such as the name Meyer with countless combinations, like Obermeyer, Mählmeyer, Strothmeyer, Westermeyer, Hülsemeyer, Wesselmeyer, Langemeyer, Berndmeyer, Borchertmeyer, Abelmeyer, Bröringmeyer, Küstermeyer, also Schulte, Bowing (Bote), These (Tegethusen = Zehnthof = tithing farm), Holtvogt, Vogt, Frye, Frilling (Freibankgut). The names Witte, Schwarte (Schwerter), Grote, Kleene, Lange, Kruse, Rasche, Grimme, Griese, Plump, Scheele, Rohde, Grabber, Ruwe, Schöne, Gier, Grave, Budde, Speckbuk can be traced to a personal peculiarity (coporeal feature, virtue, or foible) of the caretaker. Originally the Low German article "de" came before these names, such as de Schwarte, de Grote, but has been dropped over time.

Many designations are obvious by quite coincidental occurences, which we new no more, arranged; so the names Sommer, Cardinal (Carnal), König, Herzog, Mönnich, Rabe, Voß, Freese, Wiener, Gudenkauf, Pepersack, Pundsack, Klövekorn, Vogelsang, Wittrock, Klefuß, Schild. Gottbehöde in Bergfeine was 1440 Hermann dat dy god behode. - Handicraft and trades gave then also the name to a number of farms. Such names are Hölscher (Holzschuher=man who make wooden schoes), Schmedes, Schomaker, Bödeker (Küfer=cooper), Schroeder, Schroer (Schneider=tailor), Scheper, Seeger, Becker, Decker, Strohschnieder, Meßmaker, Krebsfänger, Steinhauer, Baumann, Brauer, Kräger, Koch, Kramer, Koopmann, Weber, Müller, Mühlmann, Muhle, Möhlenhoff.- Most farm names came out from first names of an earlier Wehrfesters; often a familiar form is situated to reason. Thus came from Albertus Albers, Alberding (Olberding), from Bernhard Bene, Benning, Benedde, Benke, Berding, Behrens, Brand; from Nicolaus Klaus and Klausing, from Matthias Thies, Thees and Thesing; from Burchard Busse, Büssing, Bösken; from Andreas Drees; from Ludwig (Lüdeke) Lüken, Lücking and Lückmann; from Gottfried (Gödeke) Götke, Götting, Göcking (Gäcking); from Diedrich Dierkes, Dierken, Dierking, Deters, Deterding, Deiters, Drühe, Drüding, Tiedke, Tieke, Tidemann (Themann), Thye; from Ludger Luhr, Luermann, Luers; from Reinhard Reiners, Reinke and Reinerding; from Bartholomaeus Barthel, Thole, Thöle, Thölking; from Tobias Thobe, Tebbe, Tebbert, Tepe, Teping, Tapke, Tabe and Taubke; from Hermann Herms and Harms; from Heinrich Hinners and Henke; from Meinhard Meinerding and Menke; from Gerhard Gers, Gerke, Gerdes; from Rudolf Rolfs, Rohling (Rolfing); from Suitbert Schwietering and Sieverding; from Casper Jaspers, from Jodocus Jost; from Vincentius Zensen; from Bruno Bruns, Brüning, Brämswick (Brunswik); from Hubertus Hubbermann, Hoppe; from Johann Johanning, Joans, Jansen; from Werner Warns, Wernke, Warnke, Warnking; from Christian Kersting; from Simon Siemer; from Everhard Evers; from Georg Jürgens; from Eleutherius Ellert, Eilers; from Wilhelm Wilms, Wilke, Wilking; from Helmerich (Wilhelm Heinrich) Helmes; from Liborius Lübbe, Lübbing, Lübbers, Lübke; from Friedrich Frerking; from Alexander Sander, Sandermann; from Heribert Harbers, Herbers, Herberding; from Lorenz Renze; from Lambert Lammers, Lammerding, Lampe, Lamping; from Rembert Remmers; from Cosmas Kossen and Kossing; from Robert Robke from Anna Annen; from Arnold Arens, Arnke; from Otto Otten; from Conrad Cordes, Coors; from Garlich Garling; from Wessel Wessels, Wesseling; from Alarich Ahlers, Ahlerding, from Anton Tönjes; from Christine Stiene; from Jacob Jacobs; from Abel Abeling; from Peter Peters, Petermann; from Daniel Neelke and so on.

It used to be the custom that a man would take the name of the farm into which he married. (In other words he would have married the heiress, either daughter or widow of a deceased farmer.) It is because of this custom that we find that farm names hardly ever changed even while the owners did. In more recent times the newly married couple would keep the name of the husband and the original farm name eventually is forgotten. This change of custom saddens all friends of history. Many of the most ancient farm names and therefore quite a bit of history are thus lost to the future. This change in custom, coupled with the inexact time of what may have happened, make the exact identitification of a farm's heritage a rather difficult job.

© 1999

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